Drei Tage in Athen – reicht das? Absolut. Wer seine Zeit klug einteilt, erlebt in 72 Stunden die wichtigsten antiken Stätten, die charmantesten Stadtviertel, die beste griechische Küche und sogar den einen oder anderen Geheimtipp abseits der Touristenpfade. Dieser Reiseplan führt dich Tag für Tag durch die griechische Hauptstadt, mit konkreten Zeitangaben, aktuellen Preisen und praktischen Tipps, damit du keinen Moment verschwendest.
Athen verbindet wie kaum eine andere Stadt Jahrtausende Geschichte mit einem pulsierenden modernen Großstadtleben. Du biegst um eine Ecke und stehst vor einem 2.500 Jahre alten Tempel – daneben parkt ein Moped, dahinter öffnet ein hippes Café seine Türen. Genau diese Mischung macht Athen zu einem der aufregendsten Städtereiseziele Europas.
Bevor es losgeht: Wichtige Infos auf einen Blick
Tickets & Eintrittspreise (Stand 2026)
Seit April 2025 gelten in Griechenland neue Eintrittspreise für archäologische Stätten. Die wichtigsten Tickets für diesen 3-Tage-Plan:
- Akropolis-Einzelticket: 30 € (Erwachsene 25–64 Jahre). Zeitfenster-Reservierung erforderlich, am besten vorab online über hhticket.gr buchen. EU-Bürger unter 25 Jahren haben freien Eintritt, ebenso nicht-EU-Bürger unter 18 Jahren.
- Kein Kombiticket mehr: Das staatliche Kombiticket für die Akropolis und sechs weitere Stätten wurde im April 2025 abgeschafft. Du kaufst für jede Stätte ein Einzelticket, am günstigsten auf hhticket.gr.
- Akropolis-Museum: 15 €
- Antike Agora: 10 €
- Olympieion und Römische Agora: je 8 €
- Nationales Archäologisches Museum: 15 € (Winter 8 €)
Für diesen 3-Tage-Plan zahlst du für alle Eintritte zusammen etwa 86 €. Wenn du sparen willst, plane deinen Besuch auf einen der freien Eintrittstage (z. B. 1. Sonntag im Monat von November bis März) oder lass einzelne kleinere Stätten weg.
Nahverkehr
Der öffentliche Nahverkehr in Athen ist günstig und gut ausgebaut. Für drei Tage empfiehlt sich das 3-Tage-Touristenticket für 22 €, das alle Metro-Linien, Busse, Trams und die Hin- und Rückfahrt zum Flughafen abdeckt. Alternativ:
- Einzelfahrt: 1,40 € (90 Minuten, alle Verkehrsmittel, beliebig umsteigen)
- 24-Stunden-Ticket: 4,50 €
- 5-Tage-Ticket: 9 € (ohne Flughafenfahrt)
Tickets gibt es an den Automaten in allen Metrostationen. Die meisten Sehenswürdigkeiten im Zentrum sind auch bequem zu Fuß erreichbar – die Entfernungen zwischen Akropolis, Plaka, Monastiraki und Syntagma betragen jeweils nur 10 bis 20 Gehminuten.
Flughafen ins Zentrum
Der Flughafen Eleftherios Venizelos liegt rund 35 km östlich des Zentrums. Die schnellsten Optionen:
- Metro Linie 3 (blaue Linie): ca. 40 Minuten bis Syntagma, ca. 10 € (im 3-Tage-Touristenticket enthalten).
- Expressbus X95: fährt direkt zum Syntagma-Platz, ca. 50–70 Minuten je nach Verkehr, 5,50 €.
- Taxi: Festpreis 47 € tagsüber (00:00–05:00 Uhr: 60 €), Fahrzeit 35–50 Minuten.
Tag 1: Akropolis, Akropolis-Museum & Plaka
Thema: Die großen Klassiker – Athen von seiner ikonischsten Seite.
Vormittag (8:00–12:00 Uhr): Die Akropolis
Starte so früh wie möglich. Die Akropolis öffnet um 8:00 Uhr, und wer zum ersten Zeitfenster da ist, umgeht den größten Andrang. Seit 2023 gilt ein Zeitfenster-System mit maximal 20.000 Besuchern pro Tag – buche dein Ticket unbedingt vorab online.
Anfahrt: Metro Linie 2 (rote Linie) bis Station Akropoli. Von dort sind es etwa fünf Gehminuten zum Eingang. Nutze den weniger frequentierten Südeingang an der Dionysiou-Areopagitou-Straße, um Warteschlangen am Haupteingang zu vermeiden.
Was du siehst: Auf dem Weg nach oben passierst du die monumentalen Propyläen, den eleganten kleinen Tempel der Athena Nike und dann das Herzstück – den Parthenon, der nach Jahrzehnten endlich wieder ohne Baugerüst zu bewundern ist. Nimm dir auch Zeit für das Erechtheion mit seinen berühmten Karyatiden-Figuren und wirf einen Blick auf das Odeon des Herodes Atticus und das Dionysos-Theater an den Hängen.
Dauer: Plane 1,5 bis 2 Stunden ein.
Tipp: Trage unbedingt feste Schuhe mit guter Sohle – die Marmorwege auf der Akropolis sind spiegelglatt und rutschig. Nimm Wasser und Sonnenschutz mit, denn es gibt kaum Schatten.
→ Ausführlicher Guide: Akropolis & Parthenon – Reiseguide
Mittagspause (12:00–13:00 Uhr): Plaka
Nach dem Abstieg von der Akropolis bist du direkt in Plaka, dem ältesten Stadtviertel Athens. Die verwinkelten Gassen mit ihren neoklassizistischen Häusern, blühenden Bougainvilleen und kleinen Plätzen laden zum Flanieren ein. Für das Mittagessen empfehlen sich die ruhigeren Seitengassen statt der Hauptwege – hier findest du authentische Tavernen mit deutlich besserer Qualität und faireren Preisen als direkt auf den Touristenmeilen.
Essen-Tipp: Suche dir eine Taverne in den oberen Gassen von Plaka nahe Anafiotika, wo die Preise moderater und die Atmosphäre ruhiger ist. Ein typisches Mittagessen mit Salat, Hauptgericht und Getränk kostet 15–20 € pro Person.
Nachmittag (13:30–16:00 Uhr): Akropolis-Museum
Vom oberen Plaka-Bereich sind es nur wenige Gehminuten zum Akropolis-Museum an der Dionysiou-Areopagitou-Straße. Dieses moderne Meisterwerk des Architekten Bernard Tschumi beherbergt über 4.000 Fundstücke von der Akropolis und setzt sie in den perfekten Kontext zu dem, was du gerade oben auf dem Hügel gesehen hast.
Highlights: Die Karyatiden-Originale im ersten Stock, der Glasfußboden im Erdgeschoss mit Blick auf die Ausgrabungen darunter, und die spektakuläre Parthenon-Galerie im obersten Stockwerk mit direktem Blick auf den echten Parthenon durch die Glasfassade.
Dauer: Plane 1,5 bis 2 Stunden ein.
Eintritt: 15 €.
→ Ausführlicher Guide: Akropolis-Museum – Reiseguide
Nachmittag/Abend (16:00–17:30 Uhr): Anafiotika & Plaka-Spaziergang
Nutze den restlichen Nachmittag für einen ausgedehnten Spaziergang durch Plaka und das bezaubernde Anafiotika-Viertel. Anafiotika liegt versteckt am Nordhang der Akropolis und fühlt sich mit seinen weiß getünchten Häusern und engen Treppen an wie ein kykladisches Dorf mitten in der Großstadt. Es ist einer der fotogensten Orte Athens und bei weitem nicht so überlaufen wie die Hauptstraßen von Plaka.
Abend (ab 19:00 Uhr): Abendessen mit Akropolis-Blick
Zum Abschluss des ersten Tages gönnst du dir ein Abendessen mit Blick auf die beleuchtete Akropolis. Rund um den Monastiraki-Platz gibt es mehrere Rooftop-Restaurants und Bars mit spektakulärer Aussicht. Die Griechen essen spät – ab 21 Uhr ist die beste Zeit, wenn die Akropolis golden beleuchtet ist und die Hitze des Tages nachlässt.
Tag 2: Antike Agora, Monastiraki, Syntagma & Archäologisches Museum
Thema: Tiefere Geschichte und das pulsierende Stadtzentrum.
Vormittag (8:30–11:00 Uhr): Antike Agora & Hephaistos-Tempel
Die Antike Agora war das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Herz des antiken Athens – hier wurden Gesetze verabschiedet, Philosophen debattierten unter Säulenhallen und Händler boten ihre Waren feil. Im Gegensatz zur oft überfüllten Akropolis ist die Agora erstaunlich ruhig und grün.
Highlights: Der Hephaistos-Tempel ist der besterhaltene griechische Tempel überhaupt – alle 34 dorischen Säulen stehen noch. Die rekonstruierte Stoa des Attalos beherbergt das Agora-Museum mit faszinierenden Alltagsfunden wie Ostraka (Tonscherben, mit denen die Athener ihre Politiker in die Verbannung wählten). Vom Hephaistos-Tempel hast du außerdem einen wunderbaren Panoramablick über das gesamte Gelände mit der Akropolis im Hintergrund.
Anfahrt: Metro bis Monastiraki (Linie 1 oder 3), dann fünf Gehminuten.
Eintritt: 10 €.
Dauer: 1,5 bis 2 Stunden.
→ Ausführlicher Guide: Antike Agora & Hephaistos-Tempel – Reiseguide
Spätvormittag (11:00–12:30 Uhr): Monastiraki & Flohmarkt
Von der Agora spazierst du direkt in das quirlige Viertel Monastiraki. Der Monastiraki-Platz mit Blick auf die Akropolis ist einer der lebendigsten Orte Athens. Erkunde den Flohmarkt in den umliegenden Gassen – hier findest du alles von Antiquitäten und Vintage-Möbeln über Lederwaren bis zu griechischem Schmuck. Sonntags findet ein besonders großer Flohmarkt statt.
Lass dich durch die Straßen Ifestou und Adrianou treiben und schau in die kleinen Seitenstraßen – dort sind die echten Schnäppchen und die authentischeren Händler.
Mittagessen (12:30–13:30 Uhr)
Für ein schnelles und günstiges Mittagessen bietet sich Streetfood an: Ein Gyros-Pita oder Souvlaki mit Beilagen kostet 3–5 € und ist eine vollwertige Mahlzeit. In Monastiraki und dem angrenzenden Psyrri-Viertel gibt es zahlreiche hervorragende Imbisse.
Nachmittag (14:00–14:30 Uhr): Syntagma-Platz & Wachablösung
Der Syntagma-Platz (Platz der Verfassung) ist das politische Zentrum des modernen Griechenlands. Vor dem Parlamentsgebäude bewachen die Evzonen in ihrer traditionellen Tracht das Grabmal des unbekannten Soldaten. Die kleine Wachablösung findet jede volle Stunde statt, die große feierliche Zeremonie am Sonntagvormittag um 11:00 Uhr. Ein kurzer, aber eindrucksvoller Stopp.
Nachmittag (15:00–17:30 Uhr): Nationales Archäologisches Museum
Nimm die Metro (Linie 1, Station Omonia oder Victoria) zum Nationalen Archäologischen Museum – dem größten Museum Griechenlands und einem der wichtigsten archäologischen Museen weltweit. Die Sammlung umspannt über 5.000 Jahre griechischer Geschichte, von der Jungsteinzeit bis zur Spätantike.
Highlights: Die goldene Totenmaske des Agamemnon, die Bronzestatue des Poseidon von Artemision, die Fresken aus Akrotiri (Santorin) und die beeindruckende Kykladenkunst-Sammlung.
Eintritt: 15 € (April–Oktober), 8 € (November–März).
Dauer: 2 bis 2,5 Stunden – die Sammlung ist riesig. Konzentriere dich auf die Highlights, wenn die Zeit knapp ist.
→ Ausführlicher Guide: Nationales Archäologisches Museum – Reiseguide
Abend (ab 18:30 Uhr): Psyrri-Viertel
Nach dem Museum fährst du mit der Metro zurück ins Zentrum und lässt den Abend im Viertel Psyrri ausklingen. Psyrri ist das Kreativ- und Ausgehviertel Athens, voller Street Art, kleiner Galerien, gemütlicher Weinbars und exzellenter Restaurants. Im Vergleich zum touristischen Plaka ist Psyrri deutlich authentischer und bei Einheimischen beliebt. Hier sitzt du abends draußen, beobachtest das bunte Treiben und genießt Mezedes (griechische Tapas) mit einem Glas Retsina oder lokalem Wein.
Tag 3: Olympischer Zeus, Nationalgarten, Römische Agora & Abschied
Thema: Die letzten Schätze einsammeln und Athen in Ruhe genießen.
Vormittag (8:30–10:00 Uhr): Tempel des Olympischen Zeus & Hadrianstor
Starte den letzten Tag am Olympieion, dem Tempel des Olympischen Zeus. Die 15 verbliebenen korinthischen Säulen – jede über 17 Meter hoch – vermitteln einen Eindruck der gewaltigen Dimensionen dieses einst größten Tempels Griechenlands. Direkt daneben steht das Hadrianstor, das die Grenze zwischen der alten und der neuen Stadt markierte.
Anfahrt: Metro Linie 2, Station Akropoli. Vom Ausgang sind es fünf Gehminuten.
Eintritt: 8 €.
Dauer: 30 bis 45 Minuten.
→ Ausführlicher Guide: Tempel des Olympischen Zeus – Reiseguide
Vormittag (10:00–11:00 Uhr): Nationalgarten
Direkt neben dem Olympieion erstreckt sich der Nationalgarten über 15,5 Hektar – eine grüne Oase der Ruhe mitten in der Stadt. Der Eintritt ist kostenlos. Spaziere durch die schattigen Alleen, vorbei an kleinen Teichen, antiken Ruinen und dem hübschen Zappeion-Gebäude. Besonders im Sommer ist der Garten eine willkommene Erfrischung nach dem Besuch der sonnenexponierten archäologischen Stätten.
→ Ausführlicher Guide: Nationalgarten – Reiseguide
Spätvormittag (11:00–12:00 Uhr): Römische Agora & Turm der Winde
Vom Nationalgarten spazierst du in ca. 15 Minuten durch Plaka zur Römischen Agora. Diese kleinere, aber feine archäologische Stätte zeigt die römische Erweiterung des antiken Marktplatzes. Das absolute Highlight ist der Turm der Winde (Aerides) – ein achteckiger Marmorbau aus dem 2. Jahrhundert v. Chr., der als erste meteorologische Station der Welt gilt. Jede Seite zeigt eine Windgottheit in Relief, und im Inneren befand sich einst eine Wasseruhr.
Eintritt: 8 €.
Dauer: 30 bis 45 Minuten.
→ Ausführlicher Guide: Römische Agora & Turm der Winde – Reiseguide
Mittagessen (12:00–13:30 Uhr): Letztes griechisches Festmahl
Nutze die Mittagszeit für ein ausgiebiges griechisches Essen in einer der Tavernen rund um den Monastiraki-Platz oder in den ruhigeren Gassen des angrenzenden Thissio-Viertels. Bestelle Mezedes zum Teilen – typisch griechisch wird in der Mitte des Tisches aufgetragen und gemeinsam gegessen.
Was du probieren solltest: Spanakopita (Spinat-Blätterteig-Pastete), Dolmades (gefüllte Weinblätter), gegrillte Oktopus-Tentakel, frischen Horiatiki-Salat (griechischer Bauernsalat) und zum Nachtisch Loukoumades (griechische Honigbällchen).
Nachmittag (13:30–16:00 Uhr): Wahlprogramm
Je nach Interesse und Energie hast du am Nachmittag mehrere Optionen:
Option A – Lykavittos-Hügel: Mit der Seilbahn oder zu Fuß auf den 277 Meter hohen Stadtberg für das beste 360-Grad-Panorama über Athen bis zum Meer. Besonders zum Sonnenuntergang spektakulär. Seilbahn-Station erreichbar von Kolonaki aus.
Option B – Noch eine archäologische Stätte: Besuche Kerameikos (den antiken Friedhof) oder die Hadriansbibliothek (6 €). Beide sind weniger besucht und bieten eine ruhige Atmosphäre.
Option C – Shopping & Souvenirs: Die Ermou-Straße zwischen Syntagma und Monastiraki ist die Haupt-Einkaufsmeile. Für authentischere Souvenirs (Olivenöl, Gewürze, Ledersandalen, Komboloi) sind die Seitenstraßen in Plaka und Monastiraki die bessere Wahl.
Option D – Strandpause: Mit der Tram Linie 5 erreichst du in ca. 45 Minuten die Küste an der Athener Riviera. Der Vouliagmeni-See (Thermalquelle im Fels, Eintritt ca. 15 €) oder die öffentlichen Strände bei Glyfada bieten eine willkommene Abkühlung.
Abend (ab 18:00 Uhr): Letzter Abend
Für den letzten Abend bietet sich das Viertel Koukaki südlich der Akropolis an – es hat sich in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Wohnviertel für junge Athener entwickelt und bietet eine entspannte Bar- und Restaurantszene ohne den Touristenaufschlag der zentraleren Viertel.
Kosten-Überblick: Was kosten 3 Tage Athen?
Budget-Variante (ca. 250–300 € pro Person)
- Unterkunft: Hostel oder einfaches Hotel im Zentrum, ca. 30–40 €/Nacht
- Essen: Streetfood und günstige Tavernen, ca. 25–30 €/Tag
- Eintritt: Akropolis 30 € + Akropolis-Museum 15 € + Antike Agora 10 € + Olympieion 8 € + Römische Agora 8 € + Archäologisches Museum 15 € = 86 €
- Transport: 3-Tage-Touristenticket 22 €
Mittelklasse-Variante (ca. 400–500 € pro Person)
- Unterkunft: 3-Sterne-Hotel oder Boutique-Apartment im Zentrum, ca. 60–90 €/Nacht
- Essen: Tavernen und Restaurants, ca. 40–50 €/Tag
- Eintritt: wie oben, plus optionale Extras (Lykavittos-Seilbahn, Vouliagmeni-See)
- Transport: 3-Tage-Touristenticket 22 €
Komfort-Variante (ab 600 € pro Person)
- Unterkunft: 4-Sterne-Hotel mit Akropolis-Blick, ab 120 €/Nacht
- Essen: gehobene Restaurants und Rooftop-Dining, ca. 60–80 €/Tag
- Eintritt: inkl. geführte Touren mit deutschsprachigem Guide
- Transport: Mix aus Taxi und öffentlichen Verkehrsmitteln
10 Praktische Tipps für deinen 3-Tage-Trip
Tickets vorab online buchen. Die Akropolis ist oft Tage im Voraus ausgebucht. Reserviere dein Zeitfenster so früh wie möglich über die offizielle Plattform hhticket.gr oder über Anbieter wie GetYourGuide.
Früh aufstehen lohnt sich. Die Akropolis und andere antike Stätten sind in den ersten ein bis zwei Stunden nach Öffnung am wenigsten besucht. Außerdem ist es morgens noch angenehm kühl.
Feste Schuhe sind Pflicht. Die Marmorwege auf der Akropolis und in den archäologischen Stätten sind extrem glatt. Sandalen und Flip-Flops sind gefährlich.
Wasser mitnehmen. Trinkwasserbrunnen gibt es auf der Akropolis und in den Museen. Das Leitungswasser in Athen ist trinkbar (wenn auch chlorhaltig). Eine wiederverwendbare Flasche spart Geld und Plastik.
Mittagspause einplanen. Zwischen 13:00 und 16:00 Uhr ist es im Sommer extrem heiß. Nutze diese Zeit für Museumsbesuche, eine ausgedehnte Mittagspause oder den schattigen Nationalgarten.
Griechische Essenszeiten beachten. Restaurants füllen sich erst ab 21:00 Uhr richtig. Wer um 19:00 Uhr essen geht, bekommt problemlos einen Platz – auch ohne Reservierung.
Touristenfallen meiden. Restaurants, die Schlepper auf der Straße haben, sind fast immer überteuert und mittelmäßig. Gehe lieber in Seitenstraßen und schaue, wo die Einheimischen sitzen.
Bares Geld bereithalten. Die meisten Restaurants und Geschäfte akzeptieren Karten, aber kleine Kioske, Streetfood-Stände und manche Tavernen bevorzugen Bargeld.
Sonntags planen. Am ersten Sonntag im Monat von November bis März ist der Eintritt zu allen staatlichen archäologischen Stätten und Museen kostenlos – aber entsprechend voll.
Abseits der Hauptwege gehen. Die schönsten Momente in Athen erlebst du oft nicht an den großen Sehenswürdigkeiten, sondern in den Seitengassen von Plaka, auf dem Philopappos-Hügel bei Sonnenuntergang oder an einem lauen Abend in einer Taverne in Psyrri.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Sind 3 Tage genug für Athen?
Drei Tage sind ideal für einen ersten Besuch. Du schaffst alle großen Sehenswürdigkeiten, bekommst ein gutes Gefühl für die Stadt und hast trotzdem Zeit, die griechische Küche und das Stadtleben zu genießen. Wer tiefer eintauchen möchte – in Museen, alternative Viertel oder Tagesausflüge – plant besser vier bis fünf Tage ein.
Gibt es noch ein Kombiticket für die archäologischen Stätten?
Nein. Das staatliche Kombiticket wurde im April 2025 abgeschafft, seitdem kaufst du für jede Stätte ein Einzelticket. Drittanbieter wie GetYourGuide oder Tiqets bieten Kombi-Pakete an, die aber meist deutlich teurer sind als die Einzeltickets zusammen. Am günstigsten buchst du direkt auf hhticket.gr.
Muss ich die Akropolis-Tickets vorab online buchen?
Dringend empfohlen. Seit 2023 gilt ein Zeitfenster-System mit Besucherlimit. Besonders in der Hauptsaison (April bis Oktober) sind beliebte Zeitfenster Tage im Voraus ausgebucht. Die günstigsten Tickets gibt es auf der offiziellen Plattform hhticket.gr, allerdings nur auf Englisch und Griechisch. Plattformen wie GetYourGuide sind etwas teurer, dafür einfacher zu bedienen und bieten oft kostenlose Stornierung.
Was ist die beste Reisezeit für einen 3-Tage-Trip?
Die angenehmsten Monate sind April, Mai, September und Oktober. Die Temperaturen liegen bei 20–28 °C, es ist sonnig, aber nicht unerträglich heiß, und die Touristenmassen sind geringer als im Hochsommer. Im Juli und August kann es über 40 °C werden – möglich, aber anstrengend für ausgedehnte Sightseeing-Tage. Der Winter (November bis März) ist mild (10–15 °C), deutlich günstiger und wenig touristisch, aber einige Stätten haben kürzere Öffnungszeiten.
Brauche ich ein Auto in Athen?
Nein. Das Stadtzentrum ist kompakt und fußgängerfreundlich. Alle Sehenswürdigkeiten in diesem 3-Tage-Plan sind zu Fuß oder mit der Metro erreichbar. Ein Mietwagen ist nur für Tagesausflüge ins Umland sinnvoll (Kap Sounion, Delphi, Peloponnes). Parken im Zentrum ist ein Alptraum.
Wie komme ich vom Flughafen ins Zentrum?
Am besten mit der Metro Linie 3 (blaue Linie): ca. 40 Minuten bis Syntagma, Kosten ca. 10 € (oder im 3-Tage-Touristenticket für 22 € enthalten). Der Expressbus X95 fährt zum Syntagma-Platz und kostet 5,50 €, braucht aber je nach Verkehr 50 bis 70 Minuten. Ein Taxi kostet pauschal 47 € tagsüber.
Ist Athen sicher für Touristen?
Athen ist grundsätzlich eine sichere Stadt. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen wie in jeder Großstadt gelten: Auf Taschendiebe achten (besonders in der Metro, auf dem Monastiraki-Flohmarkt und in der Ermou-Straße), keine Wertsachen offen tragen und abends in belebten Vierteln bleiben. Die touristischen Gebiete wie Plaka, Monastiraki, Syntagma und Koukaki sind Tag und Nacht sicher.
Kann ich die Reihenfolge der Tage tauschen?
Selbstverständlich. Die Tagesrouten sind so konzipiert, dass sie geografisch Sinn ergeben und Wege minimieren, aber du kannst sie problemlos nach deinen Vorlieben umstellen. Einzige Empfehlung: Die Akropolis wirklich als erstes am Morgen besuchen – je später der Tag, desto voller und heißer wird es.
Wie viel Trinkgeld gibt man in Athen?
In Restaurants ist Trinkgeld willkommen, aber nicht verpflichtend. Üblich sind 5–10 % der Rechnung oder das Aufrunden auf den nächsten glatten Betrag. In Bars und Cafés reicht es, das Wechselgeld liegen zu lassen. Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld, freuen sich aber über das Aufrunden.
Gibt es freien Eintritt für Sehenswürdigkeiten?
Ja. EU-Bürger unter 25 Jahren haben an allen staatlichen archäologischen Stätten freien Eintritt (Ausweis mitbringen). Von November bis März ist der Eintritt am ersten Sonntag im Monat für alle kostenlos. Außerdem gibt es mehrere Feiertage mit freiem Eintritt, darunter der 6. März (Melina-Mercouri-Tag), der 18. Mai (Internationaler Museumstag) und das letzte September-Wochenende (European Heritage Days).
Was soll ich in Athen unbedingt essen?
Griechische Küche ist viel mehr als Gyros und Moussaka. Probiere unbedingt: Spanakopita (Spinat im Blätterteig), frische Horta (Wildkräutersalat mit Zitrone und Olivenöl), gegrillten Oktopus, Saganaki (gebratener Käse), Loukoumades (Honigbällchen) und einen griechischen Kaffee (Ellinikos Kafes). Zum Abendessen bestelle Mezedes zum Teilen – so isst man in Griechenland.
Lohnt sich ein Tagesausflug ab Athen bei nur 3 Tagen?
Bei drei Tagen empfehlen wir, in der Stadt zu bleiben – es gibt mehr als genug zu sehen. Wer einen vierten Tag hat, sollte Kap Sounion (Poseidontempel zum Sonnenuntergang, ca. 70 km) oder einen Insel-Tagesausflug nach Ägina oder Hydra einplanen. Beide sind per Fähre ab Piräus in 40 bis 120 Minuten erreichbar.
Wo übernachte ich am besten für einen 3-Tage-Trip?
Ideal sind die zentralen Viertel Plaka, Monastiraki, Syntagma oder Koukaki. Von dort erreichst du alle Sehenswürdigkeiten dieses Plans zu Fuß. Plaka ist charmant, aber touristisch; Monastiraki ist lebendig mit gutem Nachtleben; Syntagma ist zentral und verkehrstechnisch optimal; Koukaki ist ruhiger und bei jungen Athenern beliebt.




